Sonntag, 17. Mai 2015

Zwei Sommergäste!

Es tut sich was in meiner CraftingCave. Zumindest von technischer Seite. Nur vorübergehend, für ein paar Wochen, vielleicht auch ein paar Monate. 
Wovon ich hier rede? Ich werde in der nächsten Zeit Joëlles Nähmaschinen ein warmes Plätzchen auf und neben meinem Nähtisch geben. Renovierung und Umzug sorgen bei ihr gerade für eine kreative Zwangspause und bieten mir so die Gelegenheit, mich mal mit dem Mysterium Computernähmaschine und Overlock (!) auseinander zu setzen.


Emma schicke ich in der Zwischenzeit zur Kur. Sie darf sich während einer bestimmt schon längst überfälligen Wartung mal ein bisschen erholen. Ich habe am Wochenende festgestellt, dass sie nicht "erst" 40, sondern schon fast 50 Jahre auf dem Buckel hat! Ein halbes Jahrhundert! Oder wie es der Nähmaschinenfachmechaniker (!) letzte Woche am Telefon so schön formuliert hat: "Die ist ja uralt!".
Sie steht schon gepackt im Flur und wird im Laufe der Woche mal in der Werkstatt vorgestellt. Mal sehen, was der Herr Mechaniker sagt, wenn er merkt, dass sie wirklich immer noch in Betrieb ist.

Die "Neuen" seht ihr hier - die Brother BC 2500 und die Brother 1034D:

Die Brother BC 2500 und die Brother 1034D auf meinem Zuschneidetisch.
Dankenswerterweise hat mir Joëlle auch ihr komplettes Zubehör da gelassen :-)

Die 1034D aus der Nähe betrachtet.

Außer einen kurzen Einweisung durch Joëlle und einer ersten Probenaht habe ich mich der Overlock (1034D) noch nicht weiter genähert. Das wird sicherlich ein Projekt für eines der nächsten Wochenenden. Vorher muss ich mich mal durch die Anleitung arbeiten - ihr wisst ja, Anleitungen lesen macht mich glücklich :-)! Und dann kann ich mich endlich dem schon Anfang des Jahres angepeilten Thema des Jersey-Nähens widmen *riesigfreu*! Zum üben werde ich es mal mit simplen Tops und Röcken versuchen, um mich dann hoffentlich bald (und bevor ich die Overlock wieder abgeben muss!) mit dem Hoodie auf meiner To-do-Liste auseinander zu setzen. Die Stoffe liegen hier schon in Lauerstellung :-).

Die BC 2500 ist schon auf meinem Nähtisch im Einsatz.
Ein Neuzugang wird natürlich sofort getestet.

Das Bedienfeld der BC 2500.
Im Display werden mir Stichnummer, empfohlener Nähfuß sowie gewählte Stichlänge und -breite angezeigt. Alles schön digital.


Die Nähmaschine ist schon auf meinem Nähtisch eingezogen und wird seit gestern fleißig genutzt. Als Übungsstück musste das noch fehlende Schnullerband zum letzten Babygeschenk herhalten. Da wir den kleinen Jakob nebst frischgebackenen Eltern noch nicht besuchen konnten, hatte ich für die Fertigstellung noch ein bisschen Zeit ;-).

Nahaufnahme des Nähbereichs der BC 2500.
Das Einsetzen der Unterfadenspule ist hier wirklich ein Kinderspiel. Generell ist alles auf der Maschine gut bebildert :-)

Das fertige Schnullerband für Jakob.
Fertig. Ich bin ganz zufrieden. Auch wenn die Wendenaht am oberen Ende wirklich nicht schön aussieht!

Mit dem Handling konnte ich mich ziemlich schnell anfreunden und die ersten Nähte mit dem Geradstich klappten auch tadellos - fast ein bisschen schöner, als mit Emma ;-). 
Nachdem ich jedoch das erste Mal komplett (Ober- und Unterfaden) auf mein eigenes Nähgarn umgestiegen bin, habe ich gemerkt, dass auch moderne Maschinen kleine Diven sein können. Auf einmal sah überhaupt keine Naht mehr schön aus und ich fühlte mich an Emma an ihren schlechten Tagen erinnert :-(. Ein Blick in die Anleitung und ein beherzter Dreh am Regler für die Oberfadenspannung konnte jedoch Abhilfe schaffen.
Nachdem ich mich mit der BC 2500 dann auch noch an mein Mantelprojekt gewagt habe, musste ich einsehen, dass sie auf neue Gegebenheiten gerne vorbereitet werden möchte. Also habe ich brav vor jeder neuen Naht oder neuen Stoffkombination einen Testlappen genäht, um sicherzustellen, dass die Naht so aussieht, wie ich mir das vorstelle. 
Ich bin fast ein bisschen verunsichert ob der Qualität meines Standardnähgarns (Hersteller AMANN)?! Bin damit nämlich sonst immer sehr gut gefahren, es sieht gut aus und reißt tatsächlich nie!

Abgesehen von diesem kleinen Machtkampf um die Oberfadenspannung bin ich aber doch sehr angetan von ihr, denn wenn sie einmal so läuft, wie ich das gerne hätte, dann läuft sie gut und auch der ein oder andere Komfort, den sie mitbringt (schnelles Aufspulen, Unterfaden einlegen, Geschwindigkeitsregler...), weiß durchaus zu gefallen.

Ich werde berichten, wie ich mit den beiden sonst noch so klar komme.
In diesem Sinne euch einen schönen Restsonntag und bis bald!

Eure Yvi

PS: Eigentlich brauchen die beiden ja jetzt auch Namen! Vorschläge nehme ich gerne entgegen :-)

Knistertuch und Schnullerband für den kleinen Jakob - fertig zum Verschenken. 

Kommentare:

  1. Ich finde ja so alte Maschinen richtig super, darauf habe ich auch meine ersten Nähstunden-/Tage verbracht. Mittlerweile habe ich auch eine Brothercomputermaschine und die ist tatsächlich etwas zickig mit dem Garn. Wobei sie sich mittlerweile auch mit günstigem Ikeagarn im Notfall abspeisen lässt, aber erst jetzt. Schon seltsam :) Am Anfang bin ich mit Gütermanngarn am besten zurecht gekommen, vor allem bei Jersey.

    Viel Spaß beim weiteren Testen :)

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    1. Können diese Maschine einfach aufhören ein Eigenleben haben zu wollen? Aber es beruhigt mich, dass das mit dem Garn normal zu sein scheint. Immer dieser neumodische Kram... *lach*

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